|
PARIS 2010
Emsbürener Schüler in der Stadt der Liebe
Ein Bericht des WPK Französisch (Kl.10)
Der Wahlpflichtkurs Französisch der Klassen 10 fuhr vom 31. August bis zum 4. September 2010 nach Paris.
Bei schönstem Sonnenschein hatten wir ein Programm, das „fantastique“ war.
Schon bei der Ankunft in unserem Jugendhotel waren wir von dem schönen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert und dem mit dicken Oleanderkübeln geschmückten Innenhof begeistert. Durch diese Tage wurde unser Wortschatz um einiges erweitert und wir lernten viel über die französische, aber auch jüdische Kultur kennen, denn das Maraisviertel wird auch durch Juden sehr geprägt. Sie haben im 13. Jahrhundert nach Verfolgungen immer wieder im Marais ihre Heimat gefunden. Das Marais liegt zwischen der Place de la République und der Place de la Bastille, es gehört sowohl zum 3. als auch zum 4. Arrondissement.
Um euch einen Einblick in unsere Studienfahrt zu geben, stellen wir euch das Programm tageweise vor.
Dienstag:
Um halb 8 starteten wir mit dem Zug nach Paris. Nach einer siebenstündigen Bahnfahrt kamen wir im Gare du Nord an. Mit der überfüllten Metro ging es in das Viertel “Marais“, in dem sich das MIJE (unser Jugendhotel) befindet.
Unser erster Gedanke war: „Wieso sehen hier alle so gut aus?“ Sofort hatten wir uns in die Stadt Paris verliebt! Noch am Abend gingen wir zum riesigen Kulturzentrum „Centre Pompidou“. Dort erlebten wir die totale Pleite, da am Dienstag das Centre Pompidou Ruhetag hat, war der Platz völlig leer. Erschöpft kehrten wir ins MIJE zurück.
Mittwoch:
Früh morgens machten wir uns in aller Frische auf den Weg zum Eiffelturm. Als wir vor ihm standen, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nach unzähligen Fotos, fuhren wir mit dem Aufzug auf die zweite Etage des Pariser Wahrzeichens. Von dort aus war der Ausblick unbeschreiblich schön. Es gab überall eine Invasion von Minieiffelturm-Verkäufern.
Danach besichtigten wir den Invalidendom, dort ist Napoleons Grab. „Ein so kleiner Mann und ein so großer Sarg“, dachten wir.
Anschließend schlenderten wir über die prachtvolle Champs-Élysées. Hier entdeckten wir das Virgin, das wir aus unserem Schülerbuch kannten. Am Ende der Shopping-Straße steht der Triumphbogen. Während einige die Aussicht von dort genossen, wurde Judith von wildfremden Chinesen fotografiert.
Am Abend machten wir eine Bootsfahrt auf der Seine. Es heißt, wenn man unter einer der 37 Brücken die Augen schließt und seinen Sitznachbarn küsst, hat man einen Wunsch frei.
Donnerstag
Wie immer haben sich alle um 7:00 Uhr morgens aus dem Bett gequält.
Nach einem typisch französischen Frühstück mit Baguette und Konfitüre, sowie einem „Petit Pain au chocolat“, haben wir uns zur Notre – Dame aufgemacht! Schon allein der Anblick von außen war überragend. Als wir erstmal hineingingen, waren wir völlig von der Rolle. Einfach jedes einzelne Detail dieses riesigen Bauwerkes war unglaublich. Was uns allen sehr imponierte waren die drei riesigen und wunderschönen Rosetten und der gigantische Kronleuchter, der zur Anschauung auf dem Boden platziert war.
Nach gut einer Stunde verließen wir Notre – Dame auch schon und machten uns zur nächsten gewaltigen Attraktion auf, zum Schloss Versailles! Genau wie bei der Notre – Dame verblüffte uns allein schon der äußere Anblick! So ein riesiges Schloss muss man einfach gesehen haben. Zur Einführung bekam jeder von uns einen Multimedia- Guide, der einem die meisten Attraktionen erklärte. Der große Spiegelsaal war besonders faszinierend. Bei diesem ganzen Reichtum stellten wir fest, dass Ludwig der XIV sehr mächtig gewesen sein muss! Als wir nach draußen gingen, sahen wir diesen riesigen, wunderschönen Park. Einige Zeit ließen wir dieses Idyllische auf uns wirken, doch dann mussten wir uns auch hiervon verabschieden, denn die Reise ging weiter.
Les Halles:
Am Nachmittag ging es ins Einkaufsviertel "Les Halles".Hier war eigentlich alles wie bei uns in Deutschland, bloß erheblich teurer.
Nachdem die meisten etwas gefunden hatten, trafen wir uns alle bei einem riesigen Brunnen. Zu unserem Erschrecken stürmten auf einmal mehrere Andersfarbige auf einen Polizisten los und prügelten diesen blutig nieder. Die Mädchen saßen ziemlich in der Nähe des Geschehens und hatten deshalb "Todesangst". Nach der Aufregung ging es zurück zur Herberge.
Montmartre:
Am Abend gingen wir zur Basilika Sacré Coeur.
Schließlich waren wir schon den ganzen Tag auf den Beinen, da hatten wir uns schon an das viele Laufen gewöhnt und die 237 Stufen hinauf bis zum Eingang der Kirche stellten daher auch kein Problem mehr für uns dar. Nicht nur das Innere der Kirche beeindruckte uns, sondern vor allem der atemberaubende Ausblick von den Stufen auf "unsere Stadt der Liebe". Da die auf der Treppe sitzenden Leute musizierten und sangen, stieg unsere Stimmung umso mehr.
Anschließend ging es zum Herz des Viertels "Montmartre", zum "Place du Tertre". Dort zeigten viele Künstler ihr Können, indem sie von vorbeiziehenden Touristen wunderschöne Portraits anfertigten. Mit diesen vielen eindrucksvollen Momenten ging leider schon wieder ein Tag zu Ende.
Freitag
Unseren letzten vollen Tag fingen wir wie immer mit Baguette und Marmelade an. Als nächstes stand der Louvre auf dem Plan, das große Museum mit der umstrittenen Glaspyramide. Hier bekamen wir eine Art Kopfhörer mit Wegweiser aufgesetzt, womit nicht unbedingt jeder sofort klarkam. Er sagte uns unter anderem genau, wo wir hingehen sollten und führte uns größtenteils zu den bekanntesten Werken wie z.B. zu der Venus von Milo und zur Mona Lisa. Hier herrschte natürlich ein großer Andrang, vor allem Japaner und Chinesen schossen Fotos um die Wette. Danach lud Frau Lührmann zur Stadtrally ein. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und bekamen Aufgaben. Es ging darum die französische Sprache anzuwenden.
Als kleine Abwechslung ging es danach in das Musée d’Orsay. Der zu einem Museum umgebaute Bahnhof beherbergt viele moderne Kunstwerke, wie unter anderem ein Selbstporträt des berühmten Malers Vincent van Gogh oder das Model des Théâtre L’Opera.
Zum Abend hin ging es dann nach einem reichhaltigen Abendessen in das Marais-Viertel, welches von der jüdischen Kultur geprägt ist. Dies liegt daran, dass dort viele Juden leben. Zu guter Letzt kam es noch zu einer schönen, geselligen Runde im malerischen Innenhof des MIJE.
Samstag
Am nächsten Morgen frühstückten wir erst mal ausgiebig. Anschließend packten wir unsere Koffer und brachten sie zusammen in einen Gepäckraum des Jugendhotels, denn wir wollten uns von „unserer Stadt“ gebührend verabschieden! Diesmal fuhren mit der Metro zum großen Kaufhaus LaFayette, wo wir von der Dachterrasse aus einen phantastischen Ausblick über die Stadt hatten. Dann wollten wir natürlich noch ins Kaufhaus um unser letztes Geld auf den Kopf zu hauen.
Als Proviant für die Heimreise kauften wir noch ca. 12 Baguettes und machten uns natürlich mit Tränen in den Augen auf den Heimweg.
Fazit:
Es waren rundum wunderschöne und informationsreiche Tage, vom Eiffelturm über die Sacré-Coeur bis zum Notre-Dame, die wir nie vergessen werden.
Paris ist eine wunderschöne Stadt und hat ihren Namen „Stadt der Liebe“ auf jeden Fall verdient. Alles in allem kann man sagen: „Ca vaut la peine!“ (Es lohnt sich!)
Die Fahrt war zwar manchmal etwas anstrengend für uns, aber im Endeffekt eine sehr lehrreiche, gelungene und abwechslungsreiche Reise, verbunden mit viel Spaß.
|