Liudger

Liudger

durch Speer berühmt

a_liudgerStatue

Liudger ist der Patron unserer Schule. Er ist Zeitgenosse Karls des Großen (~800 n. Chr.). Nach der Missionierung Frieslands durch „Ausländer“ (Iroschotten und Angelsachsen) kam Liudger als ein „Einheimischer“ den neuen Glauben zu verkünden. Im Zug der ersten Missionierung musste seine Familie zunächst aus ihrer Heimat Friesland ins Frankenland fliehen, kehrten aber nach der Eroberung durch die Franken im Auftrag Karl Martells dorthin zurück und stellten ihr Leben in den Dienst der christlichen Mission. Liudger ging in die Klosterschule von Utrecht. Als elfjähriger Junge hatte er noch den greisen Bonifatius erlebt. Zeitweise studierte er bei Alkuin in York. Zum Priester geweiht wurde er in Köln (777), um dann als einheimischer Missionar nach Friesland zurückzukehren. Anlässlich einer Reise nach Rom lebte er zwei Jahre bei den Benediktinern in Montecasino und hat dort wohl auch Kaiser Karl den Großen persönlich kennen gelernt. Um 785 – politische Unruhen in Friesland hatten ihn vertrieben – wirkte er als Missionar im Münsterland. Auf seinen Missionsreisen zu den heidnischen Friesen gründete Liudger einige Stützpunkte an der Ems. So entstand auch Emsbüren. Um 800 bekam er von Karl dem Großen den Königshof in Emsbüren geschenkt, den Richthof.